Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2018

Über 60.000 Beschäftigte in acht Bundesländern im Warnstreik

Über 60.000 Beschäftigte in acht Bundesländern im Warnstreik

Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde wurden die Warnstreiks im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen massiv ausgedehnt. Auch in den nächsten Tagen sind weitere Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Bereichen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes geplant.

Über 60.000 Beschäftigte in acht Bundesländern befanden sich am Dienstag, den 10. April, im Warnstreik. "Bislang blockieren und mauern die Arbeitgeber. Es gibt nach zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot. Diese Mauer wollen wir durchbrechen", so der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

Warnstreiks gab es in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu Arbeitsniederlegungen, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Schwerpunkt waren die Streiks an den Flughäfen Frankfurt/Main, München, Köln und Bremen. Ein weiterer Schwerpunkt lag in Nordrhein-Westfalen, wo unter anderem der öffentliche Personennahverkehr, der gesamte Bereich der kommunalen Betriebe sowie zahlreiche Bundeseinrichtungen bestreikt wurden.

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

Die nächste Verhandlungsrunde findet vom 15. bis zum 17. April 2018 in Potsdam statt.