Tarif- und Besoldungsrunde 2019 mit der Tarifgemeinschaft der Länder

83,74 Prozent stimmten für Annahme

83,74 Prozent stimmten für Annahme

In einer bundesweiten Mitgliederbefragung haben sich 83,74 Prozent für die Annahme der Tarifeinigung für die Beschäftigten der Bundesländer ausgesprochen – ohne Hessen, die ihre Verhandlungen separat führen und deren Mitgliederbefragung noch läuft. Die ver.di-Bundestarifkommission folgte der Entscheidung der ver.di-Mitglieder und nahm den Abschluss am 17. April 2019 einstimmig an. Das positive Ergebnis mit deutlichen Reallohnsteigerungen war nur durch Druck auf die Arbeitgeber und bundesweite Streikmaßnahmen möglich.

Der Abschluss, der das beste Ergebnis seit vielen Jahren ist, bringt eine Anhebung der Gehälter im Gesamtvolumen von 8 Prozent, mindestens 240 Euro, bei einer Laufzeit von 33 Monaten. Er bedeutet einen Gehaltssprung von mehreren hundert Euro für Pflegekräfte und deutlich bessere Löhne für Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte an Schulen sowie für Polizei und Rettungskräfte.

Im Einzelnen steigen die Gehälter rückwirkend zum 1. Januar 2019 um 3,2 Prozent, mindestens aber um 100 Euro. Ein weiterer Anhebungsschritt um 3,2 Prozent, mindestens 90 Euro, erfolgt zum 1. Januar 2020 und um 1,4 Prozent, mindestens 50 Euro, zum 1. Januar 2021. Pflegekräfte erhalten obendrauf zusätzlich 120 Euro monatlich. Auszubildende bekommen zum 1. Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 jeweils 50 Euro mehr.

Darüber hinaus macht eine Aufwertung der Einstiegsgehälter (Stufe 1 der Entgelttabelle) in allen 15 Entgeltgruppen die Arbeit im Landesdienst für Neueinsteiger attraktiver. Diese Aufwertung beträgt im Volumen rund 11 Prozent und erfolgt in zwei Schritten zum 1. Januar 2020 sowie zum 1. Oktober 2020. Davon profitieren insbesondere die unteren und mittleren Lohngruppen.

Insgesamt konnte die Attraktivität des öffentlichen Dienstes für Fachkräfte und Berufseinsteiger nachhaltig verbessert werden.