Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2018

Für wen wird verhandelt?

Mehr erreichen für die Beschäftigten

Insgesamt arbeiten 4,7 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst und nochmals etwa 500.000 bei kommunalen Unternehmen, das heißt mehr als jeder und jede zehnte Erwerbstätige in Deutschland. Etwa die Hälfte von ihnen – knapp 2,4 Millionen – sind Beschäftigte der Bundesländer. Bei Städten, Gemeinden und kommunalen Unternehmen arbeiten gut zwei Millionen Menschen, im Bundesbereich knapp 500.000 und bei den Sozialversicherungsträgern knapp 400.000.

Da ver.di auch immer die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter sowie Soldatinnen und Soldaten fordert, ist diese Tarif- und Besoldungsrunde auch Maßstab für die Besoldung von rund 360.000 Beamtinnen und Beamten sowie 175.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger des Bundes. Für die Besoldung der Beamtinnen und Beamten der Kommunen sind die Bundesländer zuständig, sodass sie nicht in die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 einbezogen sind. 

Abbildung Anzahl der Beschäftigen im öffentlichen Dienst: Länder 50,4 Prozent, Kommunen 31,2 Prozent, Bund 10,4 Prozent, Sozialversicherung 7,9 Prozent. ver.di Beschäftigte im öffentlichen Dienst


Gute Arbeit braucht faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Festgehalten im Tarifvertrag

Und von Tarifverträgen profitieren nicht nur die vielen Beschäftigten des öD, die Praktikanten und die Auszubildenden, sondern alle. Denn nur wenn Verdienst und Arbeitsbedingungen gut genug sind, ist es realistisch, motiviertes und qualifiziertes Personal für die umfassenden Dienstleistungen des ÖD zu gewinnen und zu halten. Verhandelt werden vor allem die Entgelttabellen, also die Höhe der Gehälter. Doch der Tarifvertrag beinhaltet weit mehr als nur die Höhe des Gehalts. Auch Urlaubstage, Weihnachtsgeld oder die Übernahme nach der Ausbildung sind tariflich geregelt.

Die Situation der Beschäftigten im öffentlichen Dienst: mehr Arbeit – weniger Arbeitskräfte

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst erheblich reduziert worden: von 6,7 Millionen 1991 auf einen Tiefstand von 4,5 Millionen 2008. Darunter hat die Bereitstellung von öffentlichen Leistungen in vielen Bereichen spürbar gelitten. Seither steigt die Zahl wieder leicht an. Zusätzliche Stellen gab es vor allem in den Kommunen durch den Kita-Ausbau. Allerdings arbeiten heute viel mehr Beschäftigte in Teilzeit. Im öffentlichen Dienst insgesamt sind knapp ein Drittel Teilzeitbeschäftigte, in den Städten und Gemeinden sind es sogar fast 40 Prozent.

Personalknappheit, Befristungen und unfreiwillige Teilzeit bestimmen die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im öD. Das hat schwerwiegende Folgen: Angst bei Krankheit zu Hause zu bleiben, Planungsunsicherheit oder zu wenig bezahlte Stunden, um mit einem Job über die Runden zu kommen – um nur einige zu nennen.

Was viele Beschäftigte, die unter solchen Arbeitsbedingungen leiden, nicht wissen, ihr Tarifvertrag schützt sie. Jedes Mitglied von ver.di hat den Rückhalt der Gemeinschaft. Wer zu ver.di gehört, ist immer bestens informiert und in der Lage, die eigenen Rechte einzufordern. 

Noch nicht dabei?

Jetzt Mitglied werden