Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2018

150.000 Beschäftigte im Warnstreik

Erfolgreiche Bilanz der Streikwoche

150.000 Beschäftigte sind diese Woche dem Warnstreikaufruf von ver.di im Rahmen der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst beim Bund und in den Kommunen gefolgt. In der Woche vor Ostern wurden bereits 70.000 Streikende gezählt. Heute, am letzten Streiktag vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Sonntag, beteiligten sich über
17.000 Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an den Arbeitsniederlegungen.

Gestreikt wurde diese Woche in allen Bundesländern. Betroffen waren nahezu alle Bereiche und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen: der öffentliche Personennahverkehr, die Müllentsorgung, Kitas, Krankenhäuser, Feuerwehren, kommunale Ämter, zahlreiche Bundeseinrichtungen sowie die Bodenverkehrsdienste an mehreren Flughäfen.

Gute Arbeit, gute Löhne, guter öffentlicher Dienst! Das ist die Hauptbotschaft der Streiks diese Woche.

Frank Bsirske

"Wer die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge aufrechterhalten will, der muss dafür sorgen, dass der öffentliche Dienst attraktiv ist und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Gute Arbeit, gute Löhne, guter öffentlicher Dienst! Das ist die Hauptbotschaft der Streiks diese Woche. Wenn die Arbeitgeberseite das versteht, können wir zu Lösungen kommen. Wenn nicht, sind wir bereit, für unsere Forderungen weiter zu kämpfen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Er betonte, dass die Beschäftigten eine hohe Bereitschaft hätten, für ihre Interessen einzustehen. Das hätten die Arbeitsniederlegungen diese Woche beeindruckend gezeigt, so Bsirske.

Am kommenden Sonntag um 14 Uhr startet die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam und geht bis voraussichtlich Dienstag, den 17. April 2018.

Beamtinnen und Beamte des Bundes demonstrieren vor dem Bundesministerium des Inneren in Berlin. Unter dem Motto „Unsere Besoldung darf nicht länger ausgewürfelt werden“ fordern sie, dass das Tarifergebnis für den Öffentlichen Dienst auf sie übertragen wird. Dies ist bisher keine Pflicht und vom Wohlwollen des Bundes und der Länder abhängig.