Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2018

Rund 35.000 Beschäftigte im Warnstreik

Rund 35.000 Beschäftigte im Warnstreik

Am Dienstag, den 20. März, haben wir die Warnstreiks im öffentlichen Dienst bundesweit massiv ausgeweitet und damit den Druck auf die Arbeitgeber in der laufenden Tarifauseinandersetzung erhöht. Am Montag waren bereits mehrere Tausend Beschäftigte im Ausstand, am heutigen Tag beteiligten sich bundesweit rund 35.000 Menschen an den Warnstreiks.

Streik mit Herz in Dortmund Dietrich Hackenberg Streik mit Herz in Dortmund

Schwerpunkt der Streiks war Nordrhein-Westfalen. Dort beteiligten sich rund 26.000 Beschäftigte an den zum Teil ganztägigen Warnstreiks. In Dortmund, Bochum, Essen, Wuppertal, Recklinghausen und Duisburg kam der öffentliche Personennahverkehr zum Erliegen. Zu Ausständen kam es auch in Jobcentern, Sparkassen, Kindertagesstätten, Stadtverwaltungen und Entsorgungsbetrieben. Neben Nordrhein-Westfalen waren weitere Streikschwerpunkte Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern.

 

In den kommenden Tagen sind weitere Arbeitsniederlegungen geplant, vor allem am Mittwoch. Ein Schwerpunkt am Mittwoch wird wieder Nordrhein-Westfalen sein, insbesondere wird der öffentliche Personennahverkehr in Köln und Düsseldorf bestreikt.

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Zudem verlangt ver.di, Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend zu übernehmen.

Die nächste Tarifverhandlungsrunde wurde für den 15. und 16. April in Potsdam vereinbart.

 

Abbildung Forderungen Tarifrunde öffentlicher Dienst: Entgelterhöhung von 6,0%, mindestens 200 Euro monatlich 
Erhöhung der Auszubildendenvergütung und Praktikantinnenentgelte um ca. 100 Euro pro Monat
Wiederinkraftsetzung der Übernahmeregelung
Laufzeit des Tarifvertrages 12 Monate ver.di Forderungsgrafik ÖD