Tarif- und Besoldungsrunde öffentlicher Dienst Bund und Kommunen 2018

Ganztägiger Warnstreik in Berlin

Ganztägiger Warnstreik in Berlin

Am Freitag, den 6. April, sind rund 5.500 Beschäftigte der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) und der Berliner Wasserbetriebe (BWB) ganztägig in den Warnstreik getreten. Ihr Ziel: Endlich ein gutes Arbeitgeberangebot. Mit dem ganztägigen Warnstreik haben die Beschäftigten nun ein deutliches Signal an die Arbeitgeberseite gesendet.

„Wer gutes Personal will, der muss dies auch durch ordentliche Tariferhöhungen deutlich machen."

Ellen Naumann, ver.di-Fachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung in Berlin und Brandenburg

Am Samstag wird der Warnstreik bei den Beschäftigten der Müllabfuhr der Berliner Stadtreinigung (BSR) fortgesetzt. Betroffen sind unter anderem vier Recyclinghöfe, auch Hausmüll-, Bioabfall und teilweise Wertstofftonnen werden nicht geleert.

Die Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung erwarten ein Tarifangebot, das auch ihre Gehaltsgruppen besonders berücksichtigt. „Personalknappheit und steigender Arbeitsdruck machen sich bei den Beschäftigten immer stärker bemerkbar. Gerade auch die Beschäftigten der Müllabfuhr müssen aufgrund Personalmangels und der Weigerung des BSR-Vorstandes, weitere dringend notwendige Vollzeitstellen zu schaffen, inzwischen regelmäßig zusätzlich samstags arbeiten. Zusätzliche Samstagsarbeit sollte eigentlich nur die Ausnahme sein, ist aber inzwischen leider die Regel. Wenn dann noch vom KAV Berlin die Aussage kommt, dass nur die höheren Entgeltgruppen eine Gehaltssteigerung verdient hätten, wird klar, warum die Beschäftigten der BSR stocksauer sind“, so Ellen Naumann, ver.di-Fachbereichsleiterin Ver- und Entsorgung in Berlin und Brandenburg.

Der Warnstreik steht im Zusammenhang mit der bundesweiten Tarifrunde für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Auch nach der zweiten Verhandlungsrunde haben Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. ver.di fordert für die 2,4 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr.